Achtsame Prozessbegleitung

Was ist Achtsame Prozessbegleitung?

 

Die achtsame Prozessbegleitung umfasst Anteile aus

  • Gesprächstherapie

  • Focusing

  • Körpertherapie

  • und Achtsamkeitspraxis.

Neben dem Gespräch liegt der Schwerpunkt auf der unmittelbaren Arbeit mit dem Körper. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf das damit verbundene, non-verbale, innere Erleben gerichtet. Durch das Gespräch wird das innere Erleben wieder mit dem sprachlichen Ausdruck und Dialog verbunden.

 

Die personzentrierte Gesprächspsychotherapie baut auf der Einsicht auf, dass jedem Menschen die Kraft zu Heilung und Weiterentwicklung innewohnt. Gewisse Grundhaltungen in der therapeutischen Begegnung und Beziehung

  • Akzeptanz

  • Mitgefühl

  • Echtheit

  • und Präsenz

werden als heilsam und hilfreich für Veränderungen betrachtet und können Wachstumsprozesse anregen.

Sie sind eine Einladung an Dich, in einem sicheren Hafen und in entspannter Umgebung neue Seiten von Dir kennen zu lernen. Hier kannst du Üben, Dich auf eine neue und heilsamere Weise auf Deine Themen und persönliche Umwelt einzulassen. Du kannst lernen, altbekannte, unangenehme Muster zu erkennen, anzunehmen und durch neue, heilsamere Denk- und Verhaltensweisen zu ersetzen.

Eine meiner Aufgaben besteht darin, bestimmte Qualitäten – insbesondere Dein gegenwärtiges körperlich spürbares Erleben – in Dir anzusprechen, um Veränderungen zu ermöglichen. Hier haben sich sowohl das Focusing - eine erlernbare Art der Selbsterfahrung – als auch die Körperpsychotherapie - der direkte körperliche Dialog - als hilfreich erwiesen.

Eine Haltung der Achtsamkeit und Präsenz kann dabei helfen, dem eigenen Erleben auf bewusste, nicht-wertende, freundliche und annehmende Weise zu begegnen. Sie ermöglicht mehr Intensität und Tiefe im Erleben.

Akzeptanz

Mitgefühl

Echtheit

Präsenz

Achtsamkeit in der Selbsterfahrung

 

Achtsamkeit im Rahmen der Selbsterfahrung und persönlicher Veränderungsprozesse hilft dabei

  • die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten,

  • die Tiefe des Prozesses zu steuern,

  • innerpsychische Abläufe - die im Alltagsbewusstsein oft weitgehend unterschwellig und automatisch ablaufen -  

  • sichtbarer und bewusster zu machen,

  • um sie besser beobachten und verstehen zu können.

Die Qualität der Aufmerksamkeit verändert sich von einer «Suche nach» zu einem «Entstehen lassen», d.h. es geht weniger um die Suche nach dem was Du bereits weisst, sondern um das Eintauchen in einen lebendigen Prozess.

Die Lenkung der Selbstwahrnehmung auf innere Vorgänge – das behutsame Sich-Annähern an, Erforschen von und Verweilen bei

  • Körperempfindungen

  • Gefühlen

  • und Gedanken

– erleichtern es, sie zu benennen und ihre Bedeutung zu erfassen. Sie helfen zu verstehen, was Dich steuert und antreibt. Nicht zuletzt können Körpersignale als «Frühwarnsystem» dienen, um automatische Reaktionen früher zu erkennen und so besser zu regulieren.

Zugang zum inneren Erleben finden

In unserem Alltagsbewusstsein - insbesondere in schwierigen und herausfordernden Situationen – reagieren wir oft automatisch. Unsere Aufmerksamkeit ist dann in der Regel eher nach aussen als nach innen gerichtet, mehr auf die Inhalte als auf das unmittelbare Erleben. Wir legen der Fokus unserer Aufmerksamkeit z.B. mehr auf das Verhalten anderer und deren Eigenarten, sinnieren mehr über konkrete Ereignisse, denken über Einzelheiten nach und haben rasch rationale Erklärungen zur Hand, warum die Dinge so sind wie sie sind.

Diese Art der Selbstwahrnehmung und des Selbstausdrucks ist vielen Menschen nicht besonders geläufig. Das innere Erleben und das entsprechende Vokabular müssen sich oft erst (wieder) entfalten und entwickeln. Umgekehrt kann sich die Intensität emotionaler Abläufe und Reaktionen auch verstärken, sobald sie deutlicher spürbar werden. Hier kann die Position des sog. inneren Beobachters – das Betrachten des eigenen Erlebens aus der Distanz – verhindern, dass man/frau, von dieser Intensität überwältigt wird.

Interesse an der Selbsterforschung

 

Im Kontext der Prozessbegleitung kann es helfen, Deine Wahrnehmung (wieder) mehr auf das innere Erleben und innere Zusammenhänge zu lenken. Dies erleichtert den Zugang zu den Hintergründen automatischer Verhaltensmuster und ermöglicht eine wirksamere Selbstregulierung. Du kannst deine Körpersignale sozusagen als «Frühwarnsystem» nutzen, um automatische Reaktionen früher zu erkennen und sie besser zu regulieren.

Das tönt zwar simpel, ist aber nicht einfach. Es braucht etwas Übung, um mit der eigenen Körper- und Gefühlswelt (wieder) in Kontakt zu kommen. Meine Erfahrung zeigt, dass Menschen, wenn sie das Vorgehen und den Sinn der Ausrichtung des Fokus auf ihr gegenwärtiges Erleben nachvollziehen können, nicht nur leichter Zugang dazu bekommen, sondern darüber hinaus eine gewisse Neugier zur Selbsterforschung entwickeln.

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