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April 19, 2014

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Anfängergeist - Achtsamkeit im Geist eines Anfängers

April 19, 2014

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Nichtwerten - Forschen statt richten

April 19, 2014

Eng mit dem Anfängergeist verknüpft ist die Haltung des Nichtwertens. Nichtwerten oder Nichtbeurteilen heisst, unseren Erfahrungen gegenüber die Rolle eines wertneutralen Beobachters einzunehmen, ohne das, was geschieht, sofort zu kategorisieren und in entsprechende Schubladen zu stecken.

 

"[Achtsamkeit ist] einfach Beobachten, Schauen, Prüfen. Du bist kein Richter, sondern ein Wissenschaftler." Walpola Rahulas Nichtsdestotrotz tendieren wir dazu, jede Erfahrung, die wir machen, danach zu bewerten, ob und welchen scheinbaren Wert sie für uns hat – gut oder schlecht, richtig oder falsch, fair oder unfair etc. Oft werden wir uns dieser Tendenz zu bewerten – seien es Erfahrungen (Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen), Menschen, Situationen oder Ereignisse – erst dann bewusst, wenn wir beginnen, die Aktivitäten unseres Geistes zu beobachten und bewusst wahrzunehmen.

Beim Bewerten fällt alles, was uns ein gutes Gefühl vermittelt, in die Kategorie „positiv“, alles, was uns nicht behagt, in die Kategorie „negativ“; alles Andere landet in der Schublade „neutral“. Die Problematik des Bewertens liegt gar nicht so sehr darin, dass wir bewerten, sondern dass mit in der Regel mit jeder Bewertung entsprechende automatische Reaktionen einhergehen. Dieses Schubladendenken verleitet uns zu einem unreflektierten, reaktiven Handeln, dessen wir uns noch nicht einmal bewusst sind – während wir glauben, uns unserer Absichten völlig im Klaren zu sein und alles unter Kontrolle zu haben.

Wenn wir mit dem Stress in unserem Leben konstruktiv umgehen wollen, besteht der erste Schritt darin, uns unserer Gewohnheit des Urteilens und deren Auswirkungen zunächst einmal bewusst zu werden, erst einmal wahrzunehmen, wie wir reflexartig ein vorschnelles Urteil über etwas oder jemanden fällen. Die Praxis der Achtsamkeit dient dazu, solche Automatismen zu erkennen und bewusst die Rolle des neutralen Beobachters einzunehmen. Es geht dabei nicht darum, das Beurteilen zu vermeiden, oder gar zu bewerten (;)), sondern einfach darum, zu erkennen, dass es geschieht.

Sobald wir unsere Tendenz zu bewerten erkennen, gewinnen wir neue Wahlfreiheit. Wir können dann entweder bewusst bei der Wertung, die wir getroffen haben, bleiben. Wir können uns aber ebenso bewusst dafür entscheiden, uns dem, was ist, mit einer offenen Haltung zuzuwenden. Oder wir können schauen, ob wir die Dinge erst einmal so sein zu lassen können, wie sie sind, ohne sie sofort kategorisieren oder uns eine Meinung darüber bilden zu müssen.

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