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April 19, 2014

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Anerkennen - was ist

April 19, 2014

Anerkennen heisst, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Die Schwierigkeit besteht darin, dass unser Leben selten genauso verläuft, wie wir es gerne hätten und sich andere Menschen selten so verhalten, wie wir es uns vorstellen. Stattdessen kommen wir immer wieder mit Situationen oder Gegebenheiten in Kontakt, mit denen wir uns auseinandersetzen und irgendwie arrangieren müssen - mit quälenden Gedanken, schmerzhaften Gefühlen, körperlichen Schmerzen, mit dem Verhalten anderer Menschen. Die Dinge so zu anerkennen, wie sie sind, ist die Voraussetzung für jeden Veränderungs- und Heilungsprozess. Ohne Anerkennung gibt es keine Veränderung. Bevor sich etwas in unserem Leben zum Positiven hin verändern kann, müssen wir erst einmal annehmen, was da ist.

Einerseits kommen wir nicht darum herum, uns mit den unabänderlichen Dingen des Lebens – mit Krankheit, Altern und Tod – auseinanderzusetzen. Andererseits vergeuden wir darüber hinaus unverhältnismässig viel Zeit und Energie damit, Widerstand gegen Dinge zu leisten, die sich anders entwickeln, als wir es uns vorgestellt haben. Oft halten wir lieber an unseren Wünschen und Vorstellungen fest, kämpfen gegen das an, was ist und weigern uns häufig sogar, die Vorzüge solcher Entwicklungen zu sehen, anstatt sie so anzunehmen, wie sie sind.

Tatsächlich ist es sogar so, dass sich eine unangenehme Situation oft noch verschlimmert, solange wir uns weigern, sie so zu akzeptieren, wie sie ist. Und umgekehrt ist es häufig so, dass eine heilende Veränderung paradoxerweise gerade dann eintritt oder wie von selbst geschieht, wenn wir nicht mehr zwanghaft versuchen, uns, die Dinge oder Menschen um uns herum, zu verändern, sondern unsere Lebenssituation, unsere Lebenserfahrungen, unseren Entwicklungsstand, die unangenehmen Zustände (Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken), die wir erleben, als solche erst einmal annehmen. Wir sollten also genau hinschauen, wenn wir problematische Zustände oder schwierige Situationen ablehnen oder eine Auseinandersetzung damit vermeiden. Erst, indem wir das annehmen, was ist - uns, so wie wir sind, unser Leben, so wie es ist, unsere Lebenssituation, so wie sie sich gerade darstellt etc. - schaffen wir die Voraussetzung für einen weiseren und erkenntnisreicheren Umgang mit Problemen und damit für wirkliche Veränderung.

Oft wird Anerkennen mit grenzenloser Akzeptanz verwechselt. Anerkennen bedeutet aber keinesfalls, alles gut zu heissen, alles hinzunehmen, mit allem einverstanden zu sein oder gar Ungerechtigkeit zu tolerieren. Mit Anerkennung ist weder das unnötig lange Ausharren in unheilsamen Situationen gemeint, noch das Verfallen in Passivität oder Resignation, noch das starre Festhalten an Idealen und Gewohnheiten. Anerkennen bedeutet nicht, dass wir uns nicht um Veränderung bemühen sollten, oder unseren destruktiven Gewohnheiten einfach freien Lauf lassen sollten.

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